Qualifizierung

Diskriminierung betrifft nicht nur Menschen, die diese selbst erfahren, sondern alle – wenn auch nicht alle gleichermaßen!

Diskriminierungskritisches Arbeiten
braucht viele aktive Menschen, die sich mit ihren
Möglichkeiten, Kompetenzen und Ressourcen einsetzen!

Diskriminierung als Begriff wird vielfach benutzt – jedoch oft, ohne genau zu wissen, was er bedeutet. Unwissenheit, Unsicherheit, Überforderung oder Widerstände können dazu führen, dass Diskriminierung nicht erkannt, nicht ernstgenommen oder verharmlost wird.

Uns geht es darum, ein Fachverständnis von Diskriminierung zu etablieren, das die gesellschaftliche und institutionelle Dimension in den Fokus rückt.

Eine Diskriminierungskritische Perspektive

  • wird selten mitgedacht und fordert das bisherige Wissen, Normvorstellungen und tradierte Werte heraus
  • kann zu Verunsicherung führen und negative Emotionen, Widerstand und Abwehr erzeugen
  • ist ein (lebens)langer Prozess

Unsere Angebote werden von unterschiedlich positionierten Trainer_innen in gemischten Räumen durchgeführt. Das bedeutet, dass diese Räume nicht frei von Machtungleichheit sind. Wissensproduktion ist zudem immer mit Macht verbunden: Welches Wissen zählt, wer wird gehört und wer wird infrage gestellt, wer wird angemessen entlohnt und welches Wissen wird ausgebeutet? All diese Frage betreffen die Teilnehmenden vor Ort auf unterschiedliche Weise.

Damit alle in einem Workshop gut arbeiten können, setzen wir voraus die Bereitschaft…

… zur kritischen Selbstreflexion und Auseinandersetzung mit inneren Widerständen und Abwehrmechanismen

… zur kritischen Reflexion der eigenen gesellschaftlichen Positionierung und zur Verantwortungsübernahme

… einen achtsamen Lernraum mit zu gestalten und zu tragen

… freiwillig am Angebot teilzunehmen.

Wir bieten verschiedene Möglichkeiten zur Qualifizierung an:
Vorträge, Workshops oder Fortbildungen.

Gerne entwickeln wir mit Ihnen gemeinsam ein passgenaues Angebot,
welches sich nach Ihren Bedürfnissen, Interessen und Erfahrungen richtet.

Juristische Perspektive:

  • Diskriminierung nach AGG
    • Pflichten von Arbeitgebenden zum Schutz vor Diskriminierungen ihrer Beschäftigten
    • Aufbau einer obligatorischen Beschwerdestelle
    • Rechte von arbeitnehmenden Personen bei Diskriminierungen
  • Datenschutz sowie -sicherheit angepasst auf die Bedürfnisse von sozialen und gemeinnützigen Organisationen

Inhaltliche Perspektive, Sensibilisierung:

  • Fachverständnis von Diskriminierung, erfahrungsorientierte Perspektive mit Blick auf gesellschaftliche Machtverhältnisse und Mehrfachdiskriminierung (Intersektionalität)
  • Workshops zu spezifischen Diskriminierungsmerkmalen (Adultismus, Rassismus, Klassismus, Sexismus, etc.)
  • Sensibilisierung zur und kritische Reflexion der eigenen Positionierung sowie machtkritische Analyse der eigenen Arbeitskontexte
  • Prozessbegleitung, z.B. Planung eines pädagogischen Tages oder Veranstaltungen mit Themenschwerpunkt Diskriminierung

Melden Sie sich gerne, wir freuen uns über Ihre Anfrage an: info@bfda.de